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Materialwissenschaft und Werkstofftechnik

Der Studiengang

Wie in kaum einem anderen wissenschaftlich-technischen Bereich ist das Gebiet der Materialwissenschaft und der Werkstofftechnik stark interdisziplinär geprägt. Disziplinen wie beispielsweise die Physik, Chemie, Mathematik und die Ingenieurwissenschaften liefern hierbei einen entscheidenden Beitrag für Innovationsimpulse und Entwicklungsschübe in sehr vielen Anwendungsfeldern. Die genauen Kenntnisse über den Aufbau des jeweiligen Materials und die sich daraus ergebende Werkstoffeigenschaft, als auch der speziellen Prozess- und Fertigungstechnologien, sind dabei die Grundlage für eine maßgeschneiderte Entwicklung innovativer Werkstoffe.

Aufbauend auf einer breiten naturwissenschaftlichen und technischen Basis soll der Master-Studiengang Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (MatWerk) die fachliche Vertiefung und Spezialisierung mit dem Aufbau eines materialwissenschaftlichen Wissens fördern, aber auch werksstofftechnische und somit anwendungsbezogene Zusammenhänge vermitteln. Dies bedeutet zum einen ein fundiertes Wissen über mechanische, chemische, optische, elektrische und magnetische Eigenschaften der Materialien ausgehend von ihrem atomaren Aufbau, zum anderen die Zusammenhänge zwischen Herstellung und Verarbeitung, Struktur und Eigenschaften von Werkstoffen bis zum makroskopischen Bauteil zu verstehen und Gesichtspunkte der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.

Die Beteiligung an Forschungsarbeiten befähigt die Studierenden zudem zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit. Schlüsselqualifikationen wie Kommunikations- und Teamfähigkeit, Fremdsprachenkenntnisse, Präsentations- und Moderationskompetenz sowie Fähigkeiten zur Nutzung moderner Informationstechniken werden  gegenüber einem natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Studiengang weiter ausgebaut.

Nach vier Semestern kann der Master of Science abgelegt werden und danach entweder der direkte Einstieg in den Beruf oder eine anschließende Promotion in einer der Arbeitsgruppen der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät erfolgen.

Studienverlauf

Der Masterstudiengang Materialwissenschaften und Werkstofftechnik richtet sich an Bachelor-Absolventen aus den Naturwissenschaften, als auch an diejenigen aus den Ingenieurwissenschaften. Am Ende des viersemestrigen Master-Studiums sollen jedoch alle Studierende einen einheitlichen grundlegenden Wissensstand besitzen. Um dieses Ziel zu erreichen wird je nach vorrangegangenem Bachelor-Abschluss eine zum Teil individuelle Ergänzung in dem jeweils anderen Fachgebiet angeboten. Dies bedeutet konkret, dass Bachelor-Absolventen aus den Naturwissenschaften die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften erlernen und diejenigen mit einem ingenieurwissenschaftlichen Hintergrund Grundlagen der Naturwissenschaften belegen. Diese jeweilige Ergänzung muss nicht zusätzlich durchgeführt werden, sondern ist Bestandteil der insgesamt 120 Kreditpunkte, die insgesamt erreicht werden müssen.

Im Wesentlichen bedeutet dies je nach vorrangegangenem Bachelor-Abschluss folgenden Lehrplan:
  • Theoretische und experimentelle Grundlagen der Werkstoffwissenschaften,
  • Ergänzungen von ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen für Bachelor of Science der Naturwissenschaften,
  • Ergänzungen von naturwissenschaftlichen Grundlagen für Bachelor of Science der Ingenieurwissenschaften und
  • Wahlfächer zur Vertiefungen im Bereich der Ingenieuranwendungen und ausgewählten Kapiteln der Naturwissenschaft.

Parallel zu der Ergänzung werden von Beginn an die Grundlagen der Werkstoffwissenschaft vermittelt. Diese beziehen sich neben dem theoretischen Wissen über den Aufbau und die Eigenschaften der verschiedenen Materialien auch auf die materialwissenschaftlichen und werkstofftechnischen experimentellen Prüfmethoden. Hiermit wird die Grundlage für die frei wählbare Vertiefung gegen Ende des Studiums gelegt.

Das Angebot an Wahlfächer im Rahmen dieser individuellen Vertiefung bezieht sich auf ein breites Spektrum von Modulen aus dem Bereich der Ingenieuranwendungen, aber auch auf ausgewählte Kapitel der Naturwissenschaft, die überwiegend aus der Physik und Chemie stammen.

Praktika und Seminare dienen dazu, die theoretischen Grundlagen mit praktischen Tätigkeiten, selbstständiger Literaturerschließung und fachwissenschaftlicher Präsentationstechniken zu vertiefen, wobei hier eine werkstoffwissenschaftliche Ausrichtung verfolgt wird.

Berufsperspektiven

Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs an neuen und optimierten Werkstoffen in fast allen Industriezweigen, sind Werkstoffingenieure in der heutigen Zeit auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Absolventen des Master-Studiengangs Materialwissenschaft und Werkstofftechnik stehen hierbei aufgrund ihres erlangten, tiefgehenden naturwissenschaftlichen Verständnisses der Materialien und der vermittelten, anwendungsbezogenen Werkstofftechnik viele Branchen und Berufsfelder offen.

Branchen
 Berufsfelder
 Metallerzeugung Forschung und Entwicklung
 Mobilität und Transport Technologieentwicklung
 Maschinen- und Anlagenbau Anwendungstechnik
 Luft- und Raumfahrttechnik Qualitätswesen und
Werkstoffprüfung
 Energietechnik Hochschulforschung
 Glas & Keramik  
 Gummi & Kunstoffe  
 Chemische Erzeugnisse  
 Medizintechnik  
 Bausektor