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Biegen in Siegen

     Experten-Workshop Biegen

 

10.07.2012: "Biegen in Siegen" 10. Bisi Experten-Workshop

img_4095kAm Lehrstuhl für Umformtechnik der Universität Siegen (UTS) fand der bereits 10. Expertenworkshop der Veranstaltungsreihe „Biegen in Siegen“ (BiSi) statt.

In Tradition der vorangegangenen Workshops konnte die Expertenrunde aus Wissenschaftlern, Maschinenbauern und Anwendern durch neue Teilnehmer erweitert werden. Damit wird der Fundus des zur Verfügung stehenden Fachwissens immer umfangreicher. Themen der letzten Sitzung waren die Verabschiedung der Endfassung der VDI-Richtlinie 3430 sowie die Weiterbearbeitung der neuen Richtlinie zur Prüfung von Biegebauteilen.

Zu Papier gebracht wird das Fachwissen derzeit mithilfe des VDI Fachausschusses Biegetechnik (VDI GPL Fb1 FA 113). Der BiSi-Expertenworkshop stellt hierfür die Mitglieder. Des Weiteren unterstützt der BiSi-Expertenworkshop das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsverbundprojekt „Entwicklung eines Industriestandards für die Profil- und Rohrbiegetechnik“. Dieses Projekt wird vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU-Dortmund, der Tracto-Technik GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem UTS bearbeitet. Damit tritt der Expertenworkshop für einen einheitlichen Standard in der gesamten Biegebranche ein. Diese Standards sollen bis hin zu den Anwendern in Automotive, Luft- und Raumfahrt, der Möbelindustrie, der Architektur- und Bauindustrie sowie in die Nischenbranchen getragen werden. Die Vereinheitlichungen von Konstruktion als auch Design, des Anlagenbaus, der Produktionsprozesse und den damit verbundenen Qualitätsstandards stehen im Vordergrund.

Die Expertenrunde hat die VDI-Richtlinie 3430 „Rotationszugbiegen von Profilen“ mit der Einarbeitung der bis zum 31. Mai 2012 eingegangen Einsprüche finalisiert und in den Weißdruck entlassen. Der Inhalt der Richtlinie wird damit zum Stand der Technik und erhält rechtliche Bedeutung. Die anwesende Repräsentantin des VDI beglückwünschte die Teilnehmer zur erfolgreichen Verabschiedung ihrer ersten Richtlinie, welche den Grundstein für die weitere Normungsarbeit legt.

Mit der seit November 2011 in Bearbeitung befindlichen Richtlinie VDI 3431 – unter dem vorläufigen Titel „Prüfvorschrift für Rotationszugbiegebauteile mit kreisrundem Querschnitt“ – verfolgt das Gremium des BiSi-Expertenworkshops das nächste anspruchsvolle Ziel zur Schaffung einer Grundlage einheitlicher Qualitätssicherung bei Biegebauteilen. Die Expertenrunde ist guter Dinge, den Erlass der „Prüfrichtline“ binnen der nächsten ein bis anderthalb Jahre zu bewerkstelligen. Das Erfahrungswissen aus den bisherigen Arbeiten trägt hierzu sicherlich bei.

Der nächste Expertenworkshop ist für den 8. November bereits fest eingeplant.

Vormerken im Terminkalender sollte man sich ebenfalls das zweite BiSi-Biegeforum vom 13. bis 14. Februar 2013 an der Universität Siegen. Der „biegetechnische Aschermittwoch“ bietet auch 2013 wieder die Gelegenheit, sich über das Biegen sowie die angrenzenden Themengebiete auszutauschen. Hier sind neben Experten alle Biege-Interessenten angesprochen. 

 
(05.07.2011) "Biegen in Siegen" geht in die nächste Runde – Erweiterter Arbeitskreis

Zum bereits achten Experten-Workshop der Veranstaltungsreihe Biegen in Siegen hatte der Lehrstuhl für Umformtechnik (UTS) der Universität Siegen am vergangenen Dienstag 05.07.2011 eingeladen. Die überaus gut konstituierte Expertenrunde aus Wissenschaftlern, Maschinenbauern und Anwendern beschäftigt sich mit Themen, Trends und Technologien rund ums Rohr- und Profilbiegen. Zum ersten Treffen nach dem Biegeforum im Frühjahr dieses Jahres in Siegen konnten zur Freude aller Anwesenden sieben neue Teilnehmer im Arbeitskreis begrüßt werden.

Hauptbestandteil war die Verabschiedung der Richtline zum Rotationszugbiegen von Profilen, welche seit dem ersten Treffen im Jahr 2009 innerhalb des Workshops erarbeitet wurde. Diese wird in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Marcus Scholl vom Verein Deutscher Ingenieure in eine VDI-Richtlinie überführt und stellt in Kürze den Stand der Technik dar. In Zukunft kann auf ein einheitliches Vokabular zurückgegriffen werden. Die Arbeit von Herstellern und Anwendern wird vereinfacht sowie die Kommunikation mit Kunden erleichtert. Abstimmungsverluste aufgrund unterschiedlicher Bezeichnungen sollen dadurch in Zukunft vermieden werden. Eine Steigerung der Effektivität und Effizienz in Produktion und Kommunikation ist die Folge. Die Zeit vom Roh- zum Fertigbauteil kann somit weiter verkürzt werden.

Ein nächster großer Schritt ist die Erarbeitung einer Richtlinie zur Vermessung und Prüfung von Biegebauteilen. Einheitliche Mess- und Prüfvorschriften sichern die Prozesssicherheit in der Produktion und Montage sowie die nachvollziehbare Reproduzierbarkeit der gemessenen Größen. Dies ist wesentlich für die Gewährleistung der Produkthaftung. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass Biegebauteile hinsichtlich Funktion und Einsatzort konstruiert, als auch fertigungs- und messmittelgerecht ausgelegt werden müssen. Diesen Herausforderungen stellt sich der Arbeitskreis mit dem Verteilen erster Aufgabenpakete an die Teilnehmer, welche beim nächsten Treffen die Diskussionsgrundlage darstellen sollen. Durch die Ausweitung des Arbeitskreises kann auf ein breiteres Fachwissen zurückgegriffen werden. Dieser Weg soll auch in Zukunft durch die Gewinnung neuer Teilnehmer beibehalten werden.

Der nächste BiSi Experten-Workshop findet im Herbst dieses Jahres statt. 

 
(24.03.2009) Der erste Experten-Workshop Biegen des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen fand am 24.03. 2009 in Siegen statt.

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Unter dem Motto "Biegen in Siegen" hatte der Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen zum "Experten-Workshop Biegen" eingeladen. Professor Engel leitete die Veranstaltung, die the-matisch an die Auftaktveranstaltung im letzten Jahr zum "Tag der offenen Tür" anschloss. Bei diesem Treffen stellte sich schnell heraus, dass viele offene Fragen in dem Bereich des Biegens von Rohren und Profilen bestehen. Beim Workshop trafen sich Experten aus dem Kreis der Biegemaschinenhersteller, Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe und Universitäten.

Ziele der Workshopveranstaltungen bestehen im Erfahrungsaustausch führender Wissenschaftler mit Anwendern und Maschinenbauern und der Etablierung eines Expertenteams zum Rohr- und Profilbiegen. Der erste Workshop diente zum Kennenlernen und zur Definition bzw. zur Formulierung von Handlungsfeldern. Dazu wurde eine Reihe von Themen lebhaft diskutiert. Als Diskussionsgrundlage wurden Kurzreferate der Teilnehmer zu aktuellen Aufgabenstellungen oder zu zukunftsorientierten Entwicklungen genutzt. lm Eröffnungsreferat thematisierte Professor Engel mehrere Fragestellungen: Wie groß sind die jeweiligen Einflüsse der steuerbaren Prozessgrößen beim Rotationszugbiegen? Können zur Einstellung allgemein gültige Vorschriften formuliert werden? Sind die Benennungen von Biegewerkzeugen und von Prozessgrößen eindeutig?

Aus den Vorträgen der Referenten konnten weitere Themen abgeleitet werden. Wesentlich für die Reproduzierbarkeit von Biegebauteilen ist die Konstanz der Halbzeugeigenschaften. Es ist bekannt, dass bereits kleine Schwankungen der Werkstoffkennwerte oder Geometrien der Halbzeuge zu erheb-lichen Variationen der End-Geometrien führen. Diese Abweichungen werfen die nächsten Fragestellungen auf. Wie bewertet man diese? Meist existiert ein Muster-Bauteil, welches identisch im Serien-prozess produziert werden soll. Herstellungsbedingt treten aber immer Abweichungen auf. Was ist dann ein Gut- oder Ausschussteil? Können die wesentlichen Geometrieeigenschaften von Biegeteilen mit den derzeitig eingesetzten Messverfahren überhaupt ermittelt werden? Sind die Mitarbeiter, die die Biegeteile konstruieren, ausreichend informiert über die Schwierigkeiten der Serienproduktion von gebogenen Profilen oder sollten Konstruktionsrichtlinien erarbeitet werden?

Die Diskussion führte zur Bildung zweier Arbeitsgruppen. Eine Gruppe bearbeitet die Definition von  "Biegeanforderungen" (Kosten, Qualität/Toleranzen und Bauteilespektrum). Die zweite Gruppe soll Vorschläge zur einheitlichen Nomenklatur erstellen, also die Definitionen zu Maschinen, Werkzeuge und Umformvorgang.

Die Ergebnisse sollen beim nächsten Treffen diskutiert werden. Derzeit sind drei Treffen pro Jahr geplant. Das nächste Treffen wird im Herbst dieses Jahres zusammen mit dem Seminar "Grundlagen des Biegens" stattfinden. Diese Veranstaltung ist sowohl für Einsteiger als auch zur Vertiefung für praxiserfahrene Biegeanwender geeignet.