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Skip to the navigation.Skip to the content.Forschung
Forschungsschwerpunkte
Messung der Radonkonzentration
Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes RadonNET werden am Lehrstuhl hochgenaue Systeme zur Konzentrationsmessung des Edelgases Radon-222 in der Luft konstruiert,
mechanisch ausgelegt und als Prototypen aufgebaut. In Zusammenarbeit mit der mechanischen Werkstatt am Paul-Bonatz-Campus wird zurzeit eine großvolumige Messkammer
von über 1 m3 Volumen zur Kalibrierung dieser Messsysteme montiert. Nach Fertigstellung sind damit genau definierte zeitvariante
Referenzwerte von Rn-222-Konzentrationen einstellbar.
Elastomere unter großen Deformationen
Zum technischen Einsatz als Dämpfer bzw. als Protektoren
benötigt man Materialien, die sich bei Aufbringen einer
Belastung verzögert verformen und die Deformationsenergie
allmählich abbauen. Für uns ist insbesondere von Interesse,
wie sich diese Zeitabhängigkeit bei sehr kurzen, stoßartigen
Belastungen manifestiert.
Weiche Elastomere können die bei hohen Dehngeschwindigkeiten
entstehenden Schockwellen dissipieren und so den Druckimpuls
dämpfen. Wir entwickeln Materialmodelle, die neben der
Viskoelastizität auch die lokale Mikrostruktur erfassen. So
untersuchen wir z.B. offenzellige Polymerschäume und optimieren
ihre Dämpfungseigenschaften.
Phasenfeld-Methoden für Mehrfeldprobleme
Feste metallische Mischungen sind inhomogen und bilden
Phasen unterschiedlicher Zusammensetzung, die sich durch
Diffusion, Belastungen und elektrische Felder verändern
können. Beispiele dafür sind Lotlegierungen in
mikroelektronischen Bauteilen und Lithium-Batterienanoden
beim Laden und Entladen. Hier helfen numerische
Simulationen, die mechanischen Eigenschaften zu
prognostizieren und vorzeitiges Versagen zu vermeiden.
Solche Prozesse berechnen wir mittels Phasenfeld-Methoden,
wobei die Cahn-Hilliard-Gleichungen der Diffusion mit den
Gleichungen für das mechanische, elektrische und/oder
Temperaturfeldproblem gekoppelt werden. Die resultierenden
Differentialgleichungen 4. Ordnung stellen ob ihrer Struktur
und ihrer nichtlinearen Koeffizienten hohe Anforderungen an das
numerische Lösungsverfahren. Mit Hilfe isogeometrischer
NURBS-Ansätze für die FE-Basisfunktionen resultieren
vielversprechende Ergebnisse.
Berechnung von Bruch und Fragmentierung
Die numerischen Berechnung von Rissentstehung und
-ausbreitung ist derzeit Thema vieler Forschungsarbeiten. Wir
nutzen hierfür neben der — inzwischen fast als klassisch zu
bezeichnenden Kohäsivelementetechnik — die Phasenfeld-Methode
und die Peridynamik.
Phasenfeldmodelle regularisieren das
diskontinuierliche Problem der Rissausbreitung und erlauben
dadurch effiziente und numerisch stabile Simulationen. Unsere
aktuellen Arbeiten beschäftigen sich z.B. mit der Formulierung
polykonvexer Materialmodelle für die rissinduzierende
Verzerrungsenergiefunktion, mit genauerer Berechnung durch
angepasste lokale Verfeinerung und mit kontinuumsmechanischen
Formulierungen in der Peridynamik.
Dynamische Belastung und Split-Hopkinson-Pressure-Bar (SHPB) Experimente
Neben zwei servohydraulischen Zugmaschinen verfügen wir im
Labor des Lehrstuhls für Festkörpermechanik über zwei
selbstkonstruierte Stabstoßeinrichtungen. Hier werden Versuche
zur dynamischen Materialprüfung, insbesondere zum dynamischen
Bruch durchgeführt. Dabei haben wir mittlerweile den
Versuchsaufbau so optimiert, dass auch für relativ weiche
Proben Materialdaten bestimmt werden können. Unsere numerischen
Algorithmen zur Berechnung von dynamischem Bruch kommen dabei
im Sinne einer inversen Analyse zum Einsatz. Aktuell
untersuchen wir beispielsweise offenzellige Gitterstrukturen
unter Stoßwellenbelastung.